Was Coaching mit meiner Lebensaufgabe zu tun hat

Häufig werde ich gefragt, wie ich eigentlich herausgefunden habe, dass ich als Coach arbeiten möchte, und wie es mir gelungen ist, diesen Weg zu gehen. In diesem Artikel lasse ich Dich hinter die Kulissen schauen und erzähle Dir:

  • Wie ich selbst meinen Weg zum Coach gefunden habe
  • Was eine Coaching-Ausbildung mit meiner Lebensaufgabe zu tun hat
  • Ob es eine Coaching-Ausbildung braucht
  • Und warum ich noch ein paar Umwege gemacht habe

Was meine größte Fehleinschätzung war

Bevor ich meinen Job um 180 Grad geändert habe, war eine der meist gesagtesten Sätze in meinem Leben:

Es ist anstrengend

Denn genauso habe ich meinen Beruf viele Jahrzehnte lang empfunden. Leider.

Die Auswirkungen zeigten sich natürlich:

  • Es gab gesundheitliche “Kleinigkeiten” (wie Reizdarm, Unverträglichkeiten, Rücken), von denen ich dachte, dass sie nun mal dazu gehören.
  • Mein ständiges Unwohlsein, z. B. durch das frühe Aufstehen, gegen den eigenen Bio-Rhythmus arbeiten, nahm ich als gegeben hin. Alle sind morgens müde.
  • Dass ich eigene Moralvorstellungen und Werte nicht einhalten konnte, schob ich darauf, dass ich mich nun mal dem Chef zu beugen hatte.
  • Und nicht zuletzt verlor ich irgendwann jeden Spaß an der Arbeit, da ich den Sinn nicht mehr gesehen habe.

Ich dachte, die Anstrengung sei normal.

Ich dachte, es ist normal, dass man sich nicht aussuchen kann,

mit wem man

wann

an was

wie

arbeitet.

Eine Fehleinschätzung.

Heute weiß ich: Anstrengung zeigt, dass das Umfeld nicht richtig gestaltet ist.

Jede Form von Stress, Unzufriedenheit und Nicht-glücklich-sein ist also ein Indiz dafür, dass Du nicht dem nachgehst, was Deine Seele für Dich vorgesehen hat.

Dann kam meine Coaching-Ausbildung

Zu meiner Coaching-Ausbildung kam ich vollkommen unerwartet. Im Oktober 2014 war ich auf einem Vortrag von Dr. Petra Bock, der mich sehr berührt hatte. “Aus Versehen” nahm ich das Seminarheft mit. Einen Monat später schon saß ich in Berlin in der Ausbildung zum “Business Coach”. Heute weiß ich, dass das Leben da wohl was mit mir vor hatte. Und das Gefühl, es tun zu müssen (und ja, es gab alle Argumente dagegen – zu teuer, zu anstrengend, jetzt nicht dran, kommt blöd auf der Arbeit etc. – und trotzdem habe ich es getan), war einfach stärker.

Und plötzlich wurde es leicht. Alle Inhalte: Spannend. Alle Menschen: Total nett. Alle Pausen: Inspirierend. Alle Coaching-Gespräche: Einfach nur Hammer.

Ich war im Flow. Ich konnte wirken. Ich konnte helfen.

Endlich gab es einen Sinn in meinem Leben.

Was meine Coaching-Ausbildung mit meiner Lebensaufgabe zu tun hat

Damals war schon klar, dass “irgendwas rund um Coaching” meins werden würde. Das Problem war nur:

Ich habe gespürt, dass es mein Weg ist. Aber ich habe mich nicht getraut, diesen Weg zu gehen.

Meine Unzufriedenheit wurde dadurch immer größer. Der Gap zwischen dem, was sein könnte (Coaching) und dem, was war (Festanstellung mit den üblichen Hürden) wurde in meinem Gefühl immer größer. Ich hatte in eine neue Welt hinein gerochen, und mit dem Moment, wo ich die Fährte aufgenommen hatte, kam ich nicht mehr davon los.

Statt meinem inneren Wunsch nach Selbstverwirklichung, Freiheit und Sinn in der Arbeit zu folgen, und mich als Coach selbständig zu machen, zog ich aber erstmal den Schwanz ein. Zu groß waren die noch die Ängste, Glaubenssätze und inneren Blockaden, die mich in der bekannten Welt des “ach so sicheren Angestelltendaseins” festhielten. Ich wählte den sichersten Weg, der mir einfiel, und machte mich nebenberuflich selbständig. Ja, das hieß, dass ich weiterhin feste Einnahmen hatte. Aber mein Herz blutete. Ich wollte mehr. Als ich schwer krank wurde, kam dieser Weg nicht mehr für mich in Frage. Ich kündigte. Sofort. Und bereue es seitdem keinen einzigen Tag.

Im Nachhinein weiß ich: Ich hätte es damals schon erkennen können. Meine Lebensaufgabe lag klar auf dem Tisch. Aber ich habe es nicht gesehen, mein Blick war verschleiert, und ich war ohne professionelle Begleitung. Ein Berufungscoaching wäre was gewesen. Aber auf die Idee kam ich nicht.

Auf der anderen Seite brauchte ich wohl den Schlenker über einen weiteren Angestellten-Job und die Erkrankung, um den für mich nötigen Antrieb aufzubauen. Meine Arbeit hat dadurch einen anderen Tiefgang bekommen. Und ich bin mir sicher, genau richtig unterwegs sein.

Braucht man also eine Coaching-Ausbildung?

Die Frage ist nicht leicht zu beantworten. Ich kenne Menschen ohne klassische Ausbildung, die einen guten Job machen. Und ich kenne Menschen mit klassischer Ausbildung, die einen weniger guten Job machen.

Ich selbst brauchte beides: Eine gute Ausbildung als Basis, die mir die nötigen Tools und Skills vermittelt hat. Und meine eigene, besondere Lebenserfahrung, die mich dazu befähigt, meine Kunden intensiv, warm und engagiert zu begleiten.

Wenn mich ein Kunde dies fragt, antworte ich immer mit “nein”. Meine Philosophie ist: Erst klären, was die eigene Aufgabe ist, und daraus ein Business-Dach entwickeln. Wenn es dann weitere Skills braucht,  kann man sich weiterbilden. Häufig erlebe ich aber auch das Gegenteil bei meinen Kunden und anderen Menschen, mit denen ich dazu spreche. Es reiht sich eine Weiterbildung an die nächste. Aber ein erfolgreiches Business gibt es deswegen noch lange nicht. In beiden Fällen helfe ich.

Im Video (ca. 32 Minuten) beantworte ich die Frage “Braucht es eine Coaching-Ausbildung oder nicht?” anhand meines eigenen Wegs.

 

Was eine Coaching-Ausbildung mit meiner Lebensaufgabe zu tun hatte

Fazit für Dich

Wenn es Dich reizt, als Coach, Berater oder Dienstleister zu arbeiten, stelle Dir folgende Fragen:

  • Was treibt mich morgens an, aus dem Bett aufzustehen?
  • Wobei werde ich immer wieder um Rat gefragt? Wann braucht man meine Hilfe?
  • In welchen Momenten bin ich richtig gut?

Ich bin mir ganz sicher, dass Du insgeheim weißt, was Dein Weg ist.

Die Frage ist nur: Hast Du den Mut, Deiner inneren Stimme zu trauen?

Glaubst Du genügen an Dich, um den nächsten Schritt zu gehen?

Bist Du bereit, Dich dem hinzugeben, was für Dich vorgesehen ist?

Also – bist Du es? Teile Deine Gedanken mit uns in den Kommentaren und komm in meine Facebook-Gruppe Erfolgreich selbständig mit dem, was Du liebst und lass uns dort Deine Fragen diskutieren. Ich freue mich drauf.

 

(Photo by Brooke Cagle on Unsplash)

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