Aus Angst lernen – Meine persönliche Motivation

Aus Angst lernen. Meine persönliche Motivation

Ich weiß noch genau, wie sich am 10.04.2017 meine Welt auf einen Schlag für immer verändern sollte. Brustkrebs – mit nur 36 Jahren. Zu diesem Zeitpunkt saß ich als frischgebackener Single in einer fremden Stadt und arbeitete in einem Beruf, der mich nicht mehr erfüllte. Nur knapp 10 Monate später habe ich gekündigt, und es ist nichts mehr sicher in meinem Leben – aber eines habe ich durch die Erkrankung gefunden: Das Glück in mir.

Was passiert bei einer solchen Diagnose?

Als ich die Diagnose erhielt, hatte ich Todesangst. Ich wusste nicht, wie schlimm es ist. Ich wusste nicht, ob ich leben oder sterben würde. Ich spürte nur, dass da eine große Kraft in mir ist, die endlich raus wollte. Die Zeit danach gliederte sich in drei Phasen:

  1. Klarkommen, Verarbeiten, Akzeptieren, mich neu sortieren
  2. Tiefe Schau nach innen
  3. Entscheidungen treffen und Konsequenzen ziehen

Am 04.02.2018 ist Weltkrebstag gewesen. Der erste Weltkrebstag als Betroffene. Wie ich diese Zeit erlebt habe, was meine größte Angst ist und was ich daraus fürs Leben lerne, erzähle ich Dir in diesem Video (ca. 24 Minuten). Dieses Video habe ich live auf meinem persönlichen Facebook-Profil aufgenommen.

Persönliche Worte zum Weltkrebstag 2018 – FB Live vom 04.02.2018

Was war meine stärkste Erkenntnis?

Mir wurde bewusst:

  • Wenn ich jetzt gehen müsste, hätte ich nicht genug von dem gemacht, was ich wirklich liebe.
  • Meine größte Angst ist, dass ich die Dinge, die ich aus dem Herzen heraus will, nicht getan habe.
  • Es kommt nicht darauf an, wie lange man lebt, sondern darauf, was man aus seiner Zeit macht.

Ich weiß, im Grunde ist uns das allen klar. Nur leben wir trotzdem häufig so, als hätten wir eine Garantie, mindestens 80 Jahre alt zu werden.

Time is a valuable thing.

(Linkin Park)

Lebensträume? Herzenswünsche? Dafür ist jetzt keine Zeit. Zu sehr stecken wir im Alltagsstress. Zu sehr sind wir damit beschäftigt, das zu erfüllen, was andere (vermeintlich) von uns erwarten. Zu oft verschieben wir das auf später, weil genau jetzt gerade anderes ansteht.

Versteh mich nicht falsch: Das ist ok.

Die Seele hat ihr eigenes Tempo, um zu wachsen.

Aber ganz ehrlich: Die meisten von uns haben weniger das Problem, dass sie zu gut auf sich hören. Wir neigen eher dazu, die innere Stimme, die uns flüstert, was eigentlich zu tun wäre, zu unterdrücken. Geht Dir das auch so?

Was tust Du für Dich und Deine Zufriedenheit?

Ich beschäftige mich seit meinem 30. Lebensjahr aktiv mit meiner persönlichen Entwicklung.

Das waren meine Bausteine:

  • Persönliche Coachings
  • Fachliteratur
  • Gruppen-Seminare
  • Selbstlernkurse
  • Veranstaltungen
  • Weiterbildungen, z. B. als Business Coach und in Hypnose

Ich habe viel in meinem Leben geändert, und das meiste hat sich sehr positiv auf meine Zufriedenheit ausgewirkt. Natürlich bin ich aber auch den einen oder anderen Umweg gegangen. Nur vor großen Entscheidungen hatte ich Angst. Vor allem davor, meinen Job zu kündigen und etwas mit meiner Zeit anzufangen, was mir wirklich am Herzen liegt. Kennst Du das auch?

Was hindert Dich daran, Dein Leben zu leben?

Nach allem, was ich weiß, glaube ich, dass wir alle die gleichen Herausforderungen haben:

  • Wie werde ich glücklich in dieser vollen, lauten Welt?
  • Wie schaffe ich es herauszufinden, was mich wirklich ausmacht und erfüllt?
  • Wie bekomme ich mehr Sinn in mein Leben?
  • Wie entwickele ich mehr Bewusstsein für das Gute im Leben?
  • Wie integriere ich mehr Leichtigkeit und Gelassenheit?

Zwischen Dir und diesen Wünschen stehen Ängste, blockierende Gedanken und das fehlende Know-How, wie Du Deine Persönlichkeit transformieren kannst. Leider wird uns nämlich nicht in der Schule beigebracht, wie wir wertschätzender, gesünder und selbstbewusster mit uns umgehen. (Dabei wäre das viel wichtiger als einige andere Fächer!)

Für all diese Fragen habe ich mich vor knapp 8 Jahren auf die Suche gemacht. Und ich habe Antworten gefunden, die mir kontinuierlich Sicherheit und Stabilität geben. Diese Antworten sind unabhängig von den äußeren Umständen. Sie liegen direkt in mir. In meinem Inneren.

Was mir am meisten geholfen hat

Ich habe mir von Anfang an ausgemalt, wie ich lebe. In allen Facetten. In den buntesten Bildern. Mit so viel Liebe und Lebensfreude, wie ich irgendwie in mir aufbringen konnte. Ich habe geschrieben, gemalt, gebastelt und geklebt. Habe mich mit allen möglichen Dingen motiviert, dabei zu bleiben. Ich habe mich selbst gesehen als eine starke, selbstbewusste, glückliche Frau, die ich auch diese Sache in ihrem Leben überstehen wird. Und daraus lernen wird.

Ich denke, das habe ich geschafft.

Aber ich möchte auch nichts beschönigen.

Es ist und war nicht immer einfach.

Dieser Weg hat seine Herausforderungen.

Kein Tag gleicht dem anderen.

Dennoch ist es mein Weg.

Und er macht mich glücklicher als der Weg, den ich vorher gegangen bin.

Was ist Deine größte Angst?

Wenn Du sie mit uns teilst, wird sie sich kleiner anfühlen – versprochen. Freue mich auf Deinen Kommentar!

Photo by Julia Caesar on Unsplash

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