Anjas Erfolgsstory: Meine 5 wichtigsten Schritte nach der Jobkrise in die Selbständigkeit

Business nach Burnout

Ab sofort erzählen Dir an dieser Stelle wunderbare Menschen, die einen Teil ihres Weges mit meiner Unterstützung gehen, ihre persönliche Erfolgsstory. Den Anfang macht Anja Herting.

Anja ist ganzheitlicher Business Coach und Online-Marketing-Expertin und erzählt Dir, wie sie selbst ihren Weg aus ihrer persönlichen Krise gefunden hat und was es für sie brauchte, um bei sich anzukommen. Auf ihrem Fachgebiet Online-Marketing ist sie schon lange eine Kanone, aber irgendwann hat sie sich eingestanden hat, dass ihr dabei ein wichtiger Teil fehlt. Aber lies selbst, was Gastautorin Anja dazu sagt …

Es ist Ostern 2018. Ich bin seit über einem Jahr zufrieden selbstständig mit meinem eigenen Business. Ich denke zwei Jahre zurück: Ostern 2016 war ich überhaupt nicht glücklich. Ich war noch mitten in der Jobkrise, gefangen in einem Job, der nicht zu mir passte. Kurz davor, nach zwei gesunden Jahren, ein weiteres Mal in den Burnout zu rutschen. Und das nachdem ich eigentlich dachte, ich hätte alles überwunden.

Ein paar Wochen später verlor ich diesen Job und so schrecklich der Moment damals war, rückblickend war es der Beginn der Freiheit, nach der ich mich schon so lange sehnte.

Als Sandra mich fragte, ob ich einen Gastartikel auf ihrem Blog über meinen Weg schreiben wollte, sagte ich direkt ja. Ich zeige Dir in diesem Blogbeitrag, wie meine ersten Schritte in die Selbstständigkeit ausgesehen haben und gebe Dir Einblicke in meine fünf wichtigsten Learnings.

  1. Gewinne Abstand und lass Dir Zeit zum Trauern

Ein Jobverlust ist ein traumatisches Ereignis, deshalb darfst Du Dich schützen und ohne schlechtes Gewissen überall dort Grenzen setzen, wo Du es für notwendig hältst.

Ich habe damals zuerst alle Personen, die mit diesem Job zu tun hatten, aus meinen Freundeslisten gelöscht und bin dann für vier Wochen nach Irland gefahren. So habe ich im ersten Schritt zunächst ausreichend Abstand von dem Ereignis gewonnen.

Keiner (auch Du selbst nicht) sollte von Dir erwarten, dass Du sofort mit einem Plan B um die Ecke kommst. Lass Dir genügend Zeit den Verlust zu betrauern. Verdränge nicht einfach. Gönn Dir diese Phase. Du darfst Dir dabei auch richtig selbst leid tun und die ganze Welt hassen.

  1. Sei gut zu Dir und sei achtsam

Das Ereignis hat mich damals richtig aus der Bahn geworfen. Oft stelle ich in solchen Situationen gleich meine gesamte Person in Frage.

Wenn Du auch dazu neigst, so zu reagieren, ist es für Dich wichtig, diese Selbstzweifel nicht in Selbstbeschimpfung ausarten zu lassen.

Der erste Schritt dabei ist es, diese Selbstzweifel achtsam wahrzunehmen und dann nachsichtig mit Dir zu sein.

Stell Dir vor, Du bist Dein bester Freund oder Deine beste Freundin. Was würdest Du zu Dir sagen? In welchem Tonfall würde das Gespräch stattfinden? Sicher wärst Du eher diplomatisch und hilfsbereit als böse und gehässig, oder?

Sei nett zu Dir.

  1. Entdecke die Chance in der Krise

Dieses Learning war das Wichtigste in meinem gesamten Entwicklungsprozess. Und es gilt für jede Art von Krise.

Schau Dir deine Krise etwas genauer an. Ist sie wirklich „nur“ schlecht?

Mein Jobverlust war zwar auf den ersten Blick ein Schlag ins Gesicht, aber so wurden auch ungesunde Verbindungen gelöst, die schon längst fällig waren und ich kam aus Strukturen raus, die schon lange nicht mehr zu mir passten.

Wo steckt in Deiner Krise das Positive?

  • Wirst Du (endlich) zum Nachdenken gezwungen, was Du wirklich willst?
  • Hast Du jetzt die Möglichkeit neu anzufangen?

Frage Dich:

  • Was kannst Du?
  • Was willst Du?
  • Was willst Du nicht (mehr)?
  • Was ist alles möglich
  1. Werde trotz Deiner Angst aktiv

Für mich der wohl schwierigste Schritt, denn im Theoretisieren neuer Lebenskonzepte war ich schon immer sehr gut. Wenn es dann jedoch an die Umsetzung gehen sollte, machte ich oft einen Rückzieher und entschied mich für den vermeintlich bequemen und bekannten Weg (z. B. die nächste Festanstellung).

Vielleicht kennst Du das auch: Je näher Du einem Punkt kommst, an dem es „ernst“ werden soll, desto größer wird Dein Widerstand.

Die Selbstzweifel werden immer größer und der Mut immer kleiner:

  • Du bist nicht gut genug
  • Du bist zu alt/zu jung
  • „Selbst und ständig“ – dafür bist Du viel zu schwach

Die Angst vor etwas Neuem kann lähmend sein. Aber wie schafft Du es trotz dieser  Angst, ins Tun zu kommen?

Erinnere Dich!

Sicher hast Du einmal irgend etwas gemacht, obwohl du panische Angst davor hattest. Erinnere Dich an diese Situation:

  • Als Du als Kind vom 5 m-Turm gesprungen bist
  • Als Du zum ersten Mal auf Skiern einfach den Berg runter gefahren bist
  • Als Du einen Vortrag vor vielen Menschen gehalten hast

Stell Dir diese Situation mit allen Einzelheiten vor. Wie hast Du Dich damals gefühlt? Was hat es damals gebraucht, trotz Deiner Angst zu handeln?

Finde ein Foto oder ein Symbol, was Dich an diese Situation erinnert. Und immer wenn die Angst kommt, denkst du an diesen Moment und sagst Dir:

„Wenn ich DAS geschafft hab, kann ich alles schaffen!“

Ein solches „Mutbild“ setzt unglaublich viel Energie frei und erinnert Dich daran, dass Du trotz Angst in der Lage bist, über Dich hinaus zu wachsen.

Mein eigenes Mutbild ist ein Urlaubsfoto, auf dem ich zu sehen bin, wie ich gerade von einem 15 m hohen Felsen ins Wasser springe.

  1. Hol Dir Unterstützung, die zu Dir passt

Das Gute an Krisen jeglicher Art: Du bist nicht die erste und Du wirst nicht die letzte Person sein, die das oder etwas Ähnliches durchmacht.

Es gibt Menschen, die genau diesen Weg, der Dir noch bevorsteht, bereits gegangen sind. Du bist nicht allein.

Mit dieser Erkenntnis war alles plötzlich viel einfacher. Ich suchte den Kontakt zu anderen selbstständigen Frauen in verschiedenen Facebook-Gruppen und ich arbeitete mit mehreren Coaches. So lernte ich auch Sandra in einem gemeinsamen Netzwerk kennen. Mittlerweile arbeiten wir gemeinsam an meinem Business, meiner Positionierung und meinen Glaubenssätzen und ich komme meinem Wunschbusiness immer näher.

Frage Dich, wenn du ebenfalls Unterstützung suchst: Passt die Gruppe oder Person zu Dir und Deinen Werten? Kannst Du Dich identifizieren? Höre dabei unbedingt auf Dein Bauchgefühl.

Geh auch Du Deine ersten Schritte Richtung Wunschbusiness

Ich habe mir nach meiner Jobkrise den Traum von Selbstständigkeit und Eigenverantwortung verwirklicht. Ich wünsche mir nichts mehr, dass auch andere Frauen, den Mut dazu finden. Es ist meine Vision, insbesondere  Frauen, die in der gleichen Situation sind wie ich vor zwei Jahren und die vielleicht denken, dass ihre Situation hoffnungslos ist, davon zu überzeugen, dass es sich lohnt, den eigenen Weg zu gehen. Einen ganz neuen Weg, der noch völlig unbekannt ist, aber magisch sein wird.

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Anja Herting

Anja ist ganzheitlicher Business-Coach und Online-Marketing-Expertin für sensible Unternehmerinnen. Selbst hochsensibel und introvertiert, zeigt sie Dir, wie Du genau das Business startest, das zu Dir und Deinen Bedürfnissen passt und dabei gut für Dich sorgst. BURNOUT-to-BUSINESS ist ihr neues Herzensprojekt.